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Herausforderung Klimawandel: Die Reben der Bio-Winzer kommen besser mit großer Hitze zurecht

Viel Handarbeit, aber keinerlei Chemie: Der Schweizer Bio-Winzer Roland Lenz in seinem Weinberg im Thurgau, wo beinahe ausschließlich pilzwiderstandsfähige Trauben angebaut sind. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/167890 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis. Viel Handarbeit, aber keinerlei Chemie: Der Schweizer Bio-Winzer Roland Lenz in seinem Weinberg im Thurgau, wo beinahe ausschließlich pilzwiderstandsfähige Trauben angebaut sind. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/167890 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

St. Gallen-München (ots) -

An Sylvester waren die Straßen-Cafés in München und vielen anderen Orten im Süden Mitteleuropas bei rund 20 Grad Celsius dicht besetzt. Woran sich die Menschen in Deutschland, der Schweiz oder Österreich durchaus erfreuen, ist gerade für die Produktion von Kulturpflanzen ein wachsendes Problem.

Das vergangene Jahr war das wärmste seit es Temperaturaufzeichnungen gibt. Unglaubliche 10,5 Grad Celsius betrug die Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland laut dem bekannten Meteorologen Sven Plöger - ein Anstieg von 2,3 Grad Celsius seit 1990. Die extremen Temperaturen gepaart mit ausgeprägten Trockenperioden führten zu massiven Ernteausfällen. So ging der Ertrag beim Hopfenanbau in der Hallertau um mehr als 25 % gegenüber 2021 zurück. Ähnliche Zahlen werden von der Weizen- und Gerstenproduktion oder den Obst- und Gemüsebauern vermeldet. Für den Weinanbau in Europa liegen noch keine belastbaren Zahlen vor, doch Branchen-Kenner erwarten auch hier signifikante Ertragsrückgänge. Ausnahme: Winzer, die auf biologischen Anbau mit hoher Biodiversität in Verbindung mit Konzepten von Agroforst und Wasserretention setzen.

Weinberge mit hoher Biodiversität

"Mit dem Dürre-Sommer 2022 kamen Delinat-Winzer erwartungsgemäss gut zurecht“, bestätigt Vertriebs- und Marketingleiter Michel Fink von Delinat, dem europäischen Marktführer für Biowein-Vertrieb. "Unsere Bioweine kommen ausnahmelos aus Weinbergen mit hoher Biodiversität." Die Schweizer Bio-Pioniere aus St. Gallen, die bereits seit 42 Jahren ausschließlich Weine aus biologisch vielfältigen Weinbergen anbieten, haben dabei höchst anspruchsvolle Richtlinien für ihre Winzer-Partner angesetzt - viel weiter gefasst als jedes bekannte Bio-Siegel in Europa (www.delinat.com/richtlinien.html).

Vereinfacht zusammengefasst: Das wertvolle Ökosystem Weinberg wird stattdessen durch Biodiversifizierung soweit stabilisiert und harmonisiert, dass Pflanzenschutzmaßnahmen auf ein Minimum reduziert werden können. Bäume, Sträucher, Blumen, Stein- und Holzhaufen machen den Weinberg zum Anziehungsraum von Insekten, Vögeln und Kleintieren und tragen zu einem deutlich erhöhten Humusaufbau bei. Und natürlich darf keinerlei Chemie eingesetzt werden.

"Mehr und mehr Winzer in Europa sehen in unserem Weg die Zukunft des Weinbaus, stellt Michel Fink fest, „insbesondere angesichts der Herausforderungen des Klimawandels und der gestiegenen Zuwendung der Konsumenten zu reinen, unbelasteten Lebensmittel". Rund 3.000 Hektar Weinberge in Europa sind bereits nach den strikten Delinat-Richtlinien zertifiziert.

Agroforst-Konzepte und neue Traubensorten

Dazu zählen auch die 27 ha des Bio-Weingutes Lenz in Iselisberg im Schweizer Kanton Thurgau. So vinifizieren die Inhaber Karin und Roland Lenz 60 Weine aus 35 Weinsorten – davon über 90% sogenannte PIWI-Sorten, wie z.B. Sauvignac, Solaris oder Léon Millot. Pilzwiderstandsfähige Trauben, die bei vielen Verbrauchern noch nicht wirklich präsent sind, denen aber die Zukunft gehören wird, wie auch Delinat prognostiziert.

"Allein die Kombination von Biodiversität und dem Anbau dieser neuen Sorten garantiert einen zukunftsfähigen Weinanbau in Europa", erklärt der Schweizer Winzer, "wir machen damit auch ökonomisch beste Erfahrungen und haben selbst im herausfordernden Jahr 2022 sehr gute Erträge erzielt."

Vergleichbare Botschaften kommen aus dem spanischen Penedes (Katalonien), wo die Bio-Avantgardisten vom Weingut Albet i Noya, ein langjähriger Delinat-Partner, mit den PIWISorten besonders ertragreiche und auch sehr ausdrucksstarke Weine produzieren. Die traditionellen spanischen Sorten wie Xarel.lo, Macabeu, Parellada, Tempranillo oder Garnacha erfahren nicht nur in dieser Bodega eine zunehmende Ergänzung von robusten Sorten, die in den besonders niederschlagsarmen Anbauregionen Spaniens - im Zusammenspiel mit Agroforst-Konzepten wie beim valencianischen Weingut Pago Gran Casa - vielversprechende Perspektiven aufzeigen. Seit vielen Jahren arbeitet das Delinat-Weingut dazu mit dem Schweizer PIWI-Züchter Valentin Blattner zusammen. Auch im südfranzösischen, hauseigenen Weingut Chateau Duvivier, auf dem Delinat seit 1990 Weinbauforschung betreibt, werden hochwertige Bio-Weine im Einklang mit der Natur erzeugt.

Das Weingut in der Provence ist zugleich Modellbetrieb für den Weinanbau der Zukunft, wo hunderte Bäume und Sträucher in um die Reben gepflanzt werden, Wasserretentionsflächen dem Wasser Zeit geben zum versickern und der Anbau neuer Sorten getestet werden. Das dort erworbene Wissen gibt Delinat über Beratungen, Publikationen und regelmäßigen Weiterbildungsseminaren an seine Partnerwinzer weiter.

Bioweine trotzen dem Klimawandel

Zu diesen zählen auch die beiden deutschen Bio-Weingüter Weingut zur Römerkelter (Mosel) von Timo Dienhart oder das Weingut Hirschhof (Rheinhessen) von Ellen und Tobias Zimmer. Beide Kellereien haben schon jahrelange Erfahrung mit den Delinat-Konzepten für den Weinanbau und den neuen PIWI-Sorten und bestätigen die Kollegen aus der Schweiz, Frankreich und Spanien: Diese neuen Bioweine, wie beispielsweise Souvignier Gris oder Muscaris haben ein großes Potential, trotz der Auswirkungen des Klimawandels gute Erträge zu liefern.

"Wir sind davon überzeugt", so Michel Fink, "daß in den nächsten Jahren weitere europäische Winzer auf ökologischen Anbau umstellen werden, weil Biodiversität im Weinberg, die Methoden der Agroforst und Permakultur in Kombination mit den neuen robusten Sorten zukunftsfähiger sind."

Der Klimawandel wird diese Entwicklung beschleunigen: Experten sind sich einig, dass es in Europa auch in 2023 neue Hitzerekorde, zunehmende Wasserknappheit und verheerende Waldbrände geben wird. Höchste Zeit für nachhaltige Strategien zur Anpassung – gerade bei der Produktion von Kulturpflanzen.

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