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Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V.

Das Nationale Herz-Netz: Zentrales Instrument für die Umsetzung des EU Safe Hearts Plans in Deutschland

Professor Dr. Stefan Blankenberg, Präsident der DGK / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/159492 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis. Professor Dr. Stefan Blankenberg, Präsident der DGK / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/159492 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Düsseldorf (ots) -

Trotz medizinischer Fortschritte sterben in Europa jedes Jahr um die 1,7 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen - viele Fälle davon sind vermeidbar. Insgesamt leben etwa 62 Millionen Menschen in der EU mit einer entsprechenden Diagnose.[1] Mit dem EU Safe Hearts Plan hat die Europäische Kommission Ende 2025 ein klares Ziel formuliert: Die vorzeitige Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll bis 2035 um 25 % sinken.[2]

"Der EU Safe Hearts Plan ist ein starkes gesundheitspolitisches Signal für Europa. Entscheidend wird nun sein, die Ziele in den Mitgliedstaaten in konkrete, wirksame Strukturen zu übersetzen. Für Deutschland braucht es dafür einen klaren, datenbasierten und sektorenübergreifenden Ansatz. Genau hier setzt das Nationale Herz-Netz an", sagt Prof. Stefan Blankenberg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

Prävention und zielgerichtete Datenstrukturen entscheiden über zusätzliche Lebensjahre

Mehr als die Hälfte der kardiovaskulären Erkrankungslast weltweit ist auf modifizierbare Risikofaktoren zurückzuführen.[3] Besonders bedeutsam sind dabei Bluthochdruck und Rauchen. Aktuelle, im New England Journal of Medicine publizierte Arbeiten zeigen zugleich, welches Potenzial in konsequenter Prävention liegt: Die gezielte Kontrolle kardiovaskulärer Risikofaktoren ist mit deutlich mehr gesunden Lebensjahren verbunden; für einzelne Risikofaktorkonstellationen wurden bis zu rund 15 hinzugewonnene Jahre ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung oder vorzeitigen Tod beschrieben.[4]

"Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam senken will, muss Prävention, Früherkennung und Versorgung zusammendenken. Genau dafür brauchen wir in Deutschland belastbare, sektorenübergreifende Datenstrukturen - nicht als Selbstzweck, sondern als Grundlage für bessere Entscheidungen und bessere Versorgung", so Blankenberg.

Nationales Herz-Netz soll Datenlücken schließen und die Versorgung in Deutschland verbessern

Genau hier setzt das Nationale Herz-Netz (NHN) an. Es soll Routinedaten aus der klinischen Praxis erstmals systematisch zusammenführen, standardisieren und qualitätsgesichert nutzbar machen. Ziel ist es, Versorgungswege transparenter zu machen, Lücken zu identifizieren und evidenzbasierte Verbesserungen schneller in die Praxis zu überführen.

Gleichzeitig greift das NHN zentrale Ansätze des EU Safe Hearts Plans auf: darunter zum Beispiel die bessere Nutzung von Gesundheitsdaten, die Integration digitaler Lösungen einschließlich KI sowie die gezielte Schließung von Innovationslücken.

Im ersten Schritt ist der Aufbau in Modellregionen vorgesehen: darunter Berlin, das Ruhrgebiet sowie Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Im Anschluss an diese Pilotphase wird das Herz-Netz bundesweit ausgerollt.

"In Deutschland verfügen wir über eine exzellente kardiovaskuläre Medizin. Was bislang fehlt, ist die systematische Verknüpfung der vorhandenen Daten und Erkenntnisse über Sektorengrenzen hinweg. Das Nationale Herz-Netz schließt genau diese Lücke - und wird damit zu einem zentralen Baustein einer modernen, datenbasierten Herzmedizin in Deutschland", sagt Blankenberg.

Mit dem Nationalen Herz-Netz setzt sich die DGK dafür ein, die Ziele des EU Safe Hearts Plans in Deutschland wirksam zu unterstützen: durch bessere Datennutzung, mehr Transparenz in der Versorgung und einen strukturierten Rückfluss von Wissen in die klinische Praxis.

Mehr zum Nationalen Herz-Netz (NHN) erfahren Sie auch in unserem Artikel Nationales Herz-Netz: "Wendepunkt für Herzmedizin" (https://herzmedizin.de/fuer-aerzte-und-fachpersonal/dgk/neues-aus-der-dgk/nationales-herz-netz-nhn-kommt) auf Herzmedizin.de.

Das komplette Statement von Professor Blankenberg, im Rahmen der Eröffnungs-Pressekonferenz der 92. Jahrestagung der DGK, können Sie hier (https://herzmedizin.de/meta/presse/dgk-jahrestagung/2026/nationales-herz-netz-puzzlestueck-fuer-eu-safe-hearts-plan-in-deutschland) nachlesen und herunterladen.

Quellen:

[1] OECD (2025). The State of Cardiovascular Health in the European Union. Paris: OECD Publishing, https://ots.de/ZY0xFj (letztes Abrufdatum: 10.04.2026).

[2] European Commission (2025). Communication on an EU Cardiovascular Health Plan: The Safe Hearts Plan. Directorate-General for Health and Food Safety, Brussels, 16 December 2025; https://health.ec.europa.eu/publications/safe-hearts-plan_en (letztes Abrufdatum: 10.04.2026).

[3] Magnussen C, et al. Global Effect of Modifiable Risk Factors on Cardiovascular Disease and Mortality. N Engl J Med. 2023.

[4] Magnussen C, et al. Global Effect of Cardiovascular Risk Factors on Lifetime Estimates. N Engl J Med. 2025.

Über die DGK:

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige, wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft mit knapp 13.500 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen, die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitreichende Informationen für Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal, aber auch für Nicht-Mediziner und Nicht-Medizinerinnen stellt die DGK auf Herzmedizin.de zur Verfügung.

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Pressestelle: Fiona Nickel, Tel.: 0211 600 692-968, und Jill Graw, Tel.: 0211 600 692-967
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