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Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai - Regionale Zeitungsverleger betonen besondere Rolle im Kampf gegen Polarisierung und Desinformation

Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai - Regionale Zeitungsverleger betonen besondere Rolle im Kampf gegen Polarisierung und Desinformation. Im Bild v.li.: Thomas Düffert (Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung, Madsack Mediengruppe), Julia Becker (Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende, FUNKE Mediengruppe), Jan Ippen (CEO der Ippen Digital GmbH) und Matthias Ditzen-Blanke, Vorstandsvorsitzender des BDZV und Verleger der Nordsee-Zeitung. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/8218 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Hamburg (ots) -

Die regionalen Tageszeitungen haben auf die überragende Bedeutung des Lokaljournalismus für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hingewiesen. Nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch in der lokalen Lebenswelt vor Ort gefährde eine zunehmende Polarisierung das soziale Klima. Eine besondere Rolle spielten dabei die digitalen Plattformen und das durch Künstliche Intelligenz und Algorithmen verstärkte Problem der Desinformation.

In einer gemeinsamen Erklärung zum erstmals im gesamten deutschsprachigen Raum ausgerichteten "Tag des Lokaljournalismus" am 5. Mai 2026 betonen führende Köpfe der Branche, gerade die in den Regionen verankerten Medienhäuser garantierten verlässliche Information und Orientierung.

Mit KI produzierte Fakes, über die großen Plattformen gestreute Verschwörungstheorien, aber auch der Einfluss selbst ernannter News Influencer sorgten für eine wachsende Verunsicherung im Umgang mit Nachrichten. Gerade deshalb seien die Lokalzeitungen mit ihren vielfältigen Angeboten von Print und E-Paper bis zu Live-Video, Apps, Podcasts und personalisierten Newslettern unverzichtbare Lotsen in der Informationsflut.

Julia Becker, Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE Mediengruppe (Essen), hebt die herausragenden Stärken des Lokaljournalismus hervor: "Demokratie entsteht vor unserer Haustür, in den Vereinen, Schulen, Rathäusern und Marktplätzen unserer Städte und Gemeinden. Unsere Lokalzeitungen machen unsere Demokratie lebendig, weil sie all den großen und kleinen Helden Sichtbarkeit geben. Weil sie Missstände aufdecken. Beim Tag des Lokaljournalismus zeigen wir: Wir gehen raus, weil Demokratie das ehrliche Gespräch mit Menschen braucht."

Dabei setzten die Lokalmedien nach den Worten von Jan Ippen, CEO der Ippen Digital GmbH (München), mehr denn je auf die Kombination von redaktioneller Authentizität und Technologie: "Wir haben den Tag des Lokaljournalismus ins Leben gerufen, weil wir vor einer großartigen Chance stehen: Mit der neuesten Generation von Plattform-Technologien und intelligenten Assistenzsystemen können wir modernen Lokaljournalismus weiter stärken. So schaffen wir die Grundlage dafür, dass lokale Medien auch künftig durch Nähe, Relevanz und verlässliche Qualität ihre Aufgabe für unsere demokratische Öffentlichkeit erfüllen können."

Für Thomas Düffert, den Vorsitzenden der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe (Hannover) beweist der Tag des Lokaljournalismus die zunehmende Bedeutung der Kooperation unter den regionalen Verlagen: "Die Zukunft des Lokaljournalismus entscheidet sich nicht im Alleingang, sondern im Miteinander. Wenn wir regionalen Journalismus nachhaltig sichern wollen, brauchen wir Tempo und den Willen zur Zusammenarbeit über Verlagsgrenzen hinweg. Der Tag des Lokaljournalismus ist nicht nur der beste Beleg für ein untergehaktes Vorgehen der Branche, er zeigt auch, dass Regional- und Lokalverlage weiterhin bereit sind, Verantwortung zu übernehmen - vor allem für die Menschen vor Ort." Genau deswegen sei derLokaljournalismus die "Königsdisziplin im Journalismus", sagt Düffert.

Matthias Ditzen-Blanke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und Verleger der Nordsee-Zeitung (Bremerhaven), unterstreicht die besondere gesellschaftliche Verantwortung: "Lokaljournalismus ist unverzichtbar für die Demokratie vor Ort. Er ordnet die großen gesellschaftlichen Fragen in die Lebenswirklichkeit der Menschen ein. Er schafft Raum für Diskurs und Debatte über das, was richtig und notwendig ist. Durch seine Nähe ermöglicht er echten Dialog - er hört zu, macht sichtbar, was Menschen bewegt, und bildet so die Grundlage für verantwortliche politische Entscheidungen."

Der "Tag des Lokaljournalismus" findet am 5. Mai 2026 erstmals unter der Beteiligung von Regionalverlagen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg statt. Ziel ist es, die Stärken des lokalen Journalismus sichtbar zu machen, insbesondere für junge Zielgruppen. Unter dem Motto "Raus aus den Redaktionen, rein ins Leben" setzen die Veranstalter auf Aktionen vor Ort: mobile Newsrooms, Redaktionsbesuche oder Newscamps sollen direkte Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen. Initiiert wurde die Kampagne von Ippen.Media und dem von der dpa und Highberg / Schickler koordinierten Verlagsprojekt DRIVE. Sie wird unter anderem unterstützt vom BDZV, dem VdL, der "Drehscheibe" (bpb), der Initiative18 der Werbewirtschaft sowie den Verbänden VÖZ und Verlegerverband SCHWEIZER MEDIEN, daneben außerdem von den Weltverbänden INMA und WAN-IFRA.

Über IPPEN.MEDIA

IPPEN.MEDIA vereint als Dachmarke der Mediengruppe Ippen mehr als 80 Medienmarken unter einem Dach. Dazu gehören etablierte Titel wie die Frankfurter Rundschau, der Münchner Merkur, die HNA und die Kreiszeitung sowie digitale Marken wie BuzzFeed DACH und Ingame.de.

Über DRIVE

Bei der 2020 gegründeten Digital Revenue Initiative (DRIVE) arbeiten dpa und die Unternehmensberatung Highberg mit 30 regionalen Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Steigerung digitaler Erlöse. Dabei setzt DRIVE auf die Data Science, Künstliche Intelligenz und neue Formen der Kooperation.

Die DRIVE-Mitglieder: Aschendorff Medien (Münster), Badische Neueste Nachrichten (Karlsruhe), Badischer Verlag (Freiburg), Diesbach Medien (Weinheim), Generalanzeiger Bonn, Grafschafter Nachrichten (Nordhorn), Hamburger Abendblatt (Hamburg), Heilbronner Stimme (Heilbronn), Ibbenbürener Volkszeitung (Ibbenbüren), Mediengruppe Attenkofer (Straubing), Medienhaus Aachen, Medienhaus Lensing/Rumble (Dortmund), Medienholding Süd (Stuttgart), OWL Digital (Bielefeld), Neue Pressegesellschaft (Ulm), Nordsee-Zeitung (Bremerhaven), NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück), OM-Medien (Emsteck), Rheinpfalz (Ludwigshafen), Russmedia (Schwarzach), Saarbrücker Zeitungsgruppe (Saarbrücken), Somedia (Chur), Tiroler Tageszeitung (Innsbruck), Verlag Nürnberger Presse (Nürnberg), VRM (Mainz), Zeitungsgruppe Ostfriesland (Leer), Zeitungsverlag Waiblingen.

Über dpa

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Als international tätige Agentur berichtet dpa in sieben Sprachen. Rund 1000 Journalistinnen und Journalisten arbeiten weltweit an etwa 140 Standorten. Gesellschafter der dpa sind rund 170 deutsche Medienunternehmen. Die Zentralredaktion der dpa unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die Geschäftsführung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Daniel Schöningh (CEO Ippen-Mediengruppe, München).

Im In- und Ausland vertrauen Medien unterschiedlicher redaktioneller Ausrichtung der überparteilichen, neutralen und verifizierten Berichterstattung der dpa. Die dpa arbeitet nach den in ihrem Statut festgelegten Grundsätzen: unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Finanzielle Zuwendungen von staatlichen Stellen, Unternehmen und Privatpersonen lehnt die dpa ab. Projektgebundene Förderungen nimmt die dpa lediglich in einigen wenigen ausgesuchten Fällen und nach sorgfältiger Prüfung an. Eine Auflistung dieser Projekte ist auf unserer Website (https://www.dpa.com/de/ueber-die-dpa/unabhaengigkeit) zu finden.

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