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Winterblues oder Depression? Wo die Grenze verläuft

Wenn im Winter die Stimmung in den Keller rutscht, hilft vor allem eines: rausgehen, Tageslicht tanken und sich bewegen. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/172004 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Hamburg (ots) -

In der dunklen Jahreszeit schwindet bei vielen Menschen die Energie und Lebensfreude. Doch wann ist ein Stimmungstief im Winter "nur" ein Winterblues - und wo beginnt eine Depression? Die Ärztin Juliane Meiners erklärt, was es damit auf sich hat, und gibt Tipps gegen trübe Stimmung im Winter.

Viele Menschen kämpfen im Winter verstärkt mit Antriebs- und Lustlosigkeit. Selbst Dinge, die sonst Spaß machen, können sich plötzlich anstrengend und unbedeutend anfühlen. Was häufig als "Winterblues" bezeichnet wird, ist jedoch keine Diagnose. Und nicht jeder, der an trüben Tagen gedrückte Stimmung erlebt, steht an der Schwelle zur Depression. "Hinter dem sogenannten Winterblues kann eine normale, vorübergehende Verstimmung ebenso stecken wie der Beginn einer Depression", sagt die Ärztin Juliane Meiners von deprexis.

Wann aus einem Stimmungstief eine Depression wird

Doch woran erkennt man, was wirklich los ist? "Unabhängig von der Jahreszeit gilt: Müdigkeit, gesteigerter Appetit, weniger Antrieb und ein Rückzug aus sozialen Aktivitäten sind typische Symptome für eine Depression", erklärt Juliane Meiners. "Entscheidend ist, wie lange die Veränderungen anhalten und wie stark sie das eigene Leben beeinflussen - insbesondere dann, wenn der Alltag stark beeinträchtigt wird."

Bei einer Depression mit saisonalem Muster (SAD), wie die Winterdepression in Fachkreisen genannt wird, müssen sich die Episoden über mindestens zwei Jahre hinweg in derselben Jahreszeit wiederholen, außerhalb dieser Zeit vollständig abklingen und dürfen nicht besser durch wiederkehrende Belastungen erklärbar sein. "Ist die Stimmung nahezu täglich gedrückt, gehen Freude und Interesse deutlich verloren und kommen beispielsweise Antriebsmangel, Schlafprobleme oder Hoffnungslosigkeit hinzu, sollte man genauer hinschauen", warnt Juliane Meiners.

Warum der Winter aufs Gemüt schlagen kann

Dass im Winter die Tage kürzer sind, trägt zu den Symptomen bei, denn Licht steuert unsere innere Uhr. Dennoch ist das Phänomen nicht allein durch den Mangel an Tageslicht zu erklären. Juliane Meiners: "Die Zusammenhänge sind komplex. Auch das Verhalten beeinflusst unsere Stimmung, und zwar zu jeder Jahreszeit. Wer zum Beispiel weniger rausgeht, sich weniger bewegt und Kontakte reduziert, kann sich auch im Sommer schlechter fühlen."

Wenn im Winter die Stimmung in den Keller rutscht, hilft vor allem eines: rausgehen, Tageslicht tanken und sich bewegen - auch wenn der Himmel grau ist. Ebenso wichtig sind ein regelmäßiger Schlafrhythmus und soziale Kontakte. Für Menschen mit ausgeprägter saisonaler Depression kann zusätzlich eine Lichttherapie infrage kommen.

Bei Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel ist ein Bluttest beim Arzt eine Option. "Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eisen und Vitamin D ist grundsätzlich sinnvoll" sagt Meiners. "Aber die Ernährung wird in dem Zusammenhang oft überbewertet. Es gibt keine Lebensmittel, die eine Depression zuverlässig verhindern, geschweige denn behandeln."

Nicht darauf warten, dass der Frühling alles richtet

Wenn die trübe Stimmung bleibt oder jedes Jahr wiederkehrt, rät die Ärztin dazu, professionelle Hilfe zu suchen: "Eine Psychotherapie hilft dabei, ungünstige Denk- und Verhaltensmuster zu durchbrechen." Wenn die Wartezeiten in psychotherapeutischen Praxen zu lang sind, können digitale Gesundheitsanwendungen wie deprexis eine wissenschaftlich fundierte und schnell verfügbare Unterstützung sein.

Der wichtigste Rat von Juliane Meiners: Nicht darauf warten, dass der Frühling alles richtet. Aktiv bleiben, Kontakte pflegen und Veränderungen ernst nehmen. Ein Stimmungstief gehört zum Leben - doch wenn es über Wochen anhält, die Freude verschwindet und der Alltag nicht mehr funktioniert, sollte man sich Hilfe holen.

Fragen an sich selbst für den schnellen Selbstcheck:

Seit wann geht es mir so?

Habe ich noch Freude an Dingen, die mir normalerweise wichtig sind?

Funktioniert mein Alltag wie gewohnt?

Ziehe ich mich deutlich stärker zurück als sonst?

Tritt dieses Muster jedes Jahr zu einer ähnlichen Zeit auf?

Fühlt sich mein Erleben deutlich anders an als sonst?

Zum ausführlichen Online-Test: https://deprexis.com/de-de/deprexis-bekommen/depressionen-test

Über Juliane Meiners

Juliane Meiners ist Ärztin und studierte Psychologie und Medizin an den Universitäten Leipzig und Hamburg. Ihre Expertise im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie beruht auf über zehn Jahren klinischer und ambulanter Tätigkeit. Nachdem sie an der Asklepios Klinik in Hamburg Ochsenzoll im Bereich Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen tätig war, leitete sie die Ambulanz des MVZ VT-Falkenried. Seit Herbst 2022 ist Juliane Meiners Head of Medical Science Liaison and Commercial Development bei GAIA, wo sie insbesondere für die digitale Depressionstherapie deprexis verantwortlich ist.

Über deprexis

deprexis ist ein bewährtes, modernes und leitlinienkonformes Therapieprogramm gegen Depressionen, das auf Kassenrezept verordnungsfähig ist. Seit 15 Jahren zählen jährlich tausende Patient:innen weltweit auf deprexis. Das Programm funktioniert wie ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten und ist zeit- und ortsunabhängig abrufbar. Mit 16 wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeitsüberprüfung stellt das Programm die am besten erforschte online-basierte Therapie bei Depressionen dar. Die Studien zeigen eine signifikante Verbesserung depressiver Symptome durch die Nutzung von deprexis. Aufgrund der Therapieerfolge empfiehlt die aktuelle Leitlinie zur Versorgung der unipolaren Depression mittlerweile ausdrücklich den Einsatz von Therapiebausteinen wie deprexis.

www.deprexis.com

Über GAIA:

GAIA ist weltweit führend in der Entwicklung evidenzbasierter digitaler Therapiesysteme, die Patient:innen sowie Ärzt:innen und Versicherern bereits seit vielen Jahren zugutekommen. Zur Produktpalette gehören zahlreiche innovative Therapien für psychische Erkrankungen, aber auch andere Indikationsbereiche wie z.B. Rheuma, MS und Rückenschmerzen.

Dafür vereint GAIA seit über 25 Jahren wissenschaftliche, technologische und therapeutische Kompetenz unter einem Dach. Ziel ist es, möglichst viele Menschen bei der Wiederherstellung und Erhaltung psychischer und physischer Gesundheit zu unterstützen und so ihre Lebensqualität und ihr Wohlbefinden zu erhöhen. Das Expert:innen-Team von GAIA konnte bereits in über 30 RCTs und Metaanalysen bestätigen, dass die Produkte dieses Ziel erreichen.

Firmenseite: www.gaia-group.com

Pressekontakt:

Ulrike Voß
GAIA AG
Hans-Henny-Jahnn-Weg 53
22085 Hamburg
E-Mail: presse@gaia-group.com
Telefon: +49 40 3510520


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