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Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V.

Geisternetze bergen - Ostsee-Schweinswale schützen / Mehr Geisternetze bergen: Mit Patenschaften für Ostsee-Schweinswale

Toter Schweinswal am Strand / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/126045 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V./Ronald Hahn" Toter Schweinswal am Strand / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/126045 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V./Ronald Hahn"

München (ots) - Seit Ende 2019 holt die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) in Kooperation mit der Tauchbasis Prora Geisternetze vor Rügen aus der Ostsee. Ziel dabei ist, möglichst viele der für Meerestiere tödlichen Gefahrenherde unschädlich zu machen. Besonderes im Fokus stehen die sogenannten "Deutschland-Wale", eine kleine Schweinswal-Population, die in der zentralen Ostsee an der Darßer Schwelle und im Gebiet um Rügen lebt. Es sind unsere einzigen heimischen Wale. Mit vielleicht noch 500 Exemplaren sind sie laut Rote Liste Zentrum (RLZ) "vom Aussterben bedroht".

Für diese Ostsee-Schweinswale kann man jetzt symbolisch eine Patenschaft abschließen (https://www.delphinschutz.org/pate-werden/ostsee/) und damit die Bergung weiterer Geisternetze aus der Ostsee unterstützen.

Fast vier Tonnen Geisternetze im Corona-Jahr entschärft

Mit einem Team ehrenamtlicher Sporttaucher konnte die GRD, trotz erheblicher Corona-Einschränkungen, in diesem Jahr fast vier Tonnen Geisternetze bergen (https://www.delphinschutz.org/projekte/geisternetze/geisternetzbergungsaktionen-rund-um-ruegen/) und unschädlich machen.

"Einige größere geplante Bergungsaktionen mussten wegen des Lockdowns im Frühjahr und auch jetzt im Herbst abgesagt werden. Umso mehr freut es uns, dass wir dennoch derart viele Netze aus der Ostsee holen konnten", erklärt GRD-Projektleiterin Verena Platt-Till. Die Diplom-Biologin und Taucherin nahm selbst an mehreren der nicht ungefährlichen Bergungsaktionen vor Rügen teil.

Mit einer Patenschaft Ostsee-Schweinswale schützen

"Mit der Übernahme einer Patenschaft für Ostsee-Schweinswale (https://www.delphinschutz.org/pate-werden/ostsee/) unterstützt man aktiv den Schweinswal-Schutz. Denn es gibt immer noch sehr viele der tödlichen Meerestierfallen in der Ostsee. Diese wollen wir so schnell wie möglich entschärfen. Jeder kann so direkt zum Überleben der Ostsee-Schweinswale und zum Schutz ihres Lebensraumes beitragen", betont Verena Platt-Till.

Ostsee-Schweinswale vom Aussterben bedroht

Die Population der Deutschland-Wale der zentralen Ostsee gehört zu den in Europa am stärksten gefährdeten Kleinwal-Populationen. Sie sind vom Aussterben bedroht. Der Gesamtbestand der Schweinswale in Nord- und Ostsee ist laut RLZ "stark gefährdet".

Zwar ist die Art in Deutschland streng geschützt, doch das hilft ihr wenig. "Ursachen für das drohende Aussterben der Schweinswale (https://www.delphinschutz.org/delfine/selten-bedroht/schweinswale/) sind u.a. Beifangverluste in der Stellnetzfischerei, Schifffahrt, Sprengung von Munitionsaltlasten, der Bau von Offshore-Windkraftanlagen, das Ertrinken in Geisternetzen sowie unsere völlig unzureichenden Schutzgebiete", sagt Verena Platt-Till.

So wird laut einer Studie des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel "in Schutzgebieten sogar intensiver gefischt als außerhalb". Die Kieler Experten gehen sogar von einer um 40 Prozent stärkeren Fischereiintensität in den Meeresschutzgebieten aus.

Immer mehr tote Schweinswale an deutschen Küsten

Zwischen 2000 und 2016 stieg die Zahl tot aufgefundener Schweinswale an unseren Küsten stetig an, von 67 auf 427. Ein trauriger Rekord. Auch 2019 gab es wieder viele Totfunde. Laut vorläufiger Zahlen starben 2019 an deutschen Ostseeküsten mindestens 180 Tiere.

"Es ist ein Desaster und unterstreicht einmal mehr das völlige Versagen Deutschlands beim Schutz bedrohter Meerestiere", kritisiert GRD-Biologe Ulrich Karlowski.

Pressekontakt:

Verena Platt-Till, 089-74 16 04 10 verena.platt-till@delphinschutz.org


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