Internationaler Bund
KI, Extremismus und mehr: Staatlich geförderte Weiterbildung würde helfen - wird jedoch gekürzt
Frankfurt am Main (ots) -
Internationaler Bund fordert die Politik zum Handeln auf
Der Internationale Bund (IB) kritisiert, dass Deutschland zu wenig auf Weiterbildung als Teil der Lösung seiner aktuell dringendsten Probleme setzt. "Die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Stimmung im Land ist schlecht. Wir alle gemeinsam haben Mittel, dem entgegenzuwirken. Doch wir nutzen sie nicht vollständig", sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des gemeinnützigen IB, der selbst Weiterbildung anbietet. (https://www.internationaler-bund.de/ueber-uns/angebote-und-dienstleistungen/weiterbildung)
Laut ARD-DeutschlandTREND vom Oktober 2026 (https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-oktober-110.html) befinden sich unter den sieben größten Sorgen der Deutschen Zuwanderung, Extremismus, Klimawandel und Künstliche Intelligenz (KI). Gegen all diese Ängste könnte die Politik nach Meinung des IB mehr unternehmen: mit beruflicher Weiterbildung. Die Förderung geringqualifizierter Arbeitnehmender zu Fachkräften wäre ein Beispiel.
Künstliche Intelligenz: Für Skepsis gegenüber dieser Technologie gibt es gute Gründe. Ein Beispiel: Das Wissen und die Macht über die bislang wirkungsvollsten Werkzeuge der Branche liegen nicht in Europa. Berufliche Weiterbildung zu diesem Thema wäre in Deutschland auf hohem Niveau möglich und könnte Ängste lindern. Zudem liegt darin viel wirtschaftliches Potenzial.
Extremismus: Wer seine Lebenshaltungskosten nicht decken kann, neigt eher zu radikalen politischen Positionen (https://www.deutschlandfunk.de/armut-foerdert-aufstieg-rechtsextremer-parteien-102.html). Mit steigendem Wohlstand sinkt die Wahrscheinlichkeit, extremistische Parteien zu wählen. Es wäre eine Investition in die Demokratie, Menschen beruflich zu qualifizieren, damit sie mehr Geld verdienen. Der Bedarf am Arbeitsmarkt ist vorhanden.
Zuwanderung: Man könnte Menschen einen Teil der Angst vor fehlender Integration mancher migrantischer Familien nehmen, wenn man diesen eine Weiterbildung ermöglicht. "Tatsächlich passiert das Gegenteil. Der Staat spart zum Beispiel bei Berufssprachkursen für Geflüchtete (https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Zu-wenig-Sprachkurse-fuer-Gefluechtete-nach-Kuerzungen,sprachkurse112.html)", so Thiemo Fojkar.
Klimawandel: Der Fachkräftemangel betrifft auch die erneuerbaren Energien (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/fachkraeftemangel-energiewende-100.html). Deutschland könnte bei deren Ausbau stärker sein, wenn mehr Menschen eine entsprechende Weiterbildung hätten. Der Staat müsste dazu die Rahmenbedingungen schaffen. Nur wenn Unternehmen Vertrauen in eine Entwicklung haben, investieren sie in die Qualifizierung des Personals.
"Mir erschließt sich nicht, warum die Politik beim Thema Weiterbildung so zaghaft agiert. Statt dringend notwendiger Investitionen sehen wir in manchen Bereichen sogar die Kürzung öffentlicher Förderung. Dabei könnten wir damit die Sorgen der Deutschen verkleinern und die Stimmung endlich verbessern", sagt Thiemo Fojkar.
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