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Islamic Relief Deutschland e.V.

"Gemeinsam mehr bewirken im Ramadan" / Islamic Relief Deutschland startet Spendenaufruf, um verschärftem Hunger und der Ernährungsunsicherheit entgegenzuwirken

Abdia aus Mandera in Kenia sorgt allein für ihre zehn Kinder / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50131 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis. Abdia aus Mandera in Kenia sorgt allein für ihre zehn Kinder / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50131 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Köln (ots) -

Unter dem Motto "Gemeinsam mehr bewirken im Ramadan" startet die humanitäre Hilfsorganisation zum Beginn des Fastenmonats ihren jährlichen Spendenaufruf. Mit über 32.000 Lebensmittelpaketen erreichte die Spenden-Aktion von Islamic Relief Deutschland im letzten Jahr über 178.000 Menschen weltweit - gemeinsam mit ihrem internationalen Netzwerk konnte die Hilfsorganisation Lebensmittel an über 1,2 Millionen Menschen weltweit verteilen.

Menschen, die von Flucht, Hunger, Krieg und Naturkatastrophen betroffen sind, stehen im Fokus der Lebensmittel-Verteilungen im Ramadan. Denn eine unsichere Versorgung mit Nahrungsmitteln ist für Millionen in Not tägliche Realität, die durch den Klimawandel, die Folgen von bewaffneten Konflikten und die Corona-Pandemie weiter verschärft wird. Vor allem Länder wie Afghanistan, Kenia und Jemen sind von Konflikten, politischer Instabilität und den Folgen des Klimawandels besonders betroffen.

"Hunger und Nahrungsmittelknappheit sind weltweit gewachsen. Die Lebensgrundlagen vieler Menschen sind durch den Klimawandel sowie die vielen Kriege besonders gefährdet und die Pandemie hat ihre Not verschlimmert, denn jegliche Einkommensmöglichkeiten sind weggefallen. Sie sind also mehrfach bedroht, etwa durch Naturkatastrophen, politische Konflikte und Nahrungsmangel. Umso wichtiger sind unsere Lebensmittelverteilungen, die hunderttausenden Menschen ein Aufatmen ermöglichen", sagt Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland.

Für alleinerziehende Mütter wie Abdia aus Mandera in Kenia bedroht der Verlust von Arbeit ihre Existenz. Als Alleinverdienerin mit Gelegenheitsjobs muss sie ihre zehn Kinder versorgen. Auch sie verlor ihre Haupteinnahmequelle - das Wäschewaschen für Nachbarn - durch die Pandemie. "Ich versuche mein Bestes, genug zu verdienen, um die Familie zu versorgen. Aber seit dem Ausbruch dieser Pandemie gibt es keine Arbeit mehr, wir verlassen uns nur auf Gott und verrichten Handarbeiten, um etwas Geld zu verdienen", berichtet die 39-Jährige.

Wenn Abdia genug Geld verdient, bereitet sie Mahlzeiten aus Nudeln, Reis und Bohnen vor. Gelegentlich kann sie Chapati (Fladenbrot) für die Kinder zubereiten. "Harte Zeiten können dazu führen, dass meine Familie nichts mehr zu essen hat. Ich versuche, dafür zu sorgen, dass die Familie mindestens zwei Mahlzeiten am Tag hat, egal wie klein", sagt Abdia.

Sie erzählt, dass die Unterstützung mit Lebensmitteln von Islamic Relief sie und ihre zehn Kinder entlastet. "Die Hilfe, die wir erhalten, hatte eine große Wirkung auf Familien wie unsere. Die Familienhäupter konnten ihre dringendsten Bedürfnisse abdecken, wie etwa Wasser und Medikamente für die Kinder zu kaufen."

Im letzten Jahr kam das Ramadan-Projekt in Kenia 2021 über 33.000 Menschen zugute. Jedes Lebensmittelpaket enthielt 6 kg Langkornreis, 4 kg Maismehl, 4 kg Weizenmehl, 4 kg Zucker, 2 kg Datteln, 2 kg Bohnen und 2 Liter Speiseöl.

Ernährungsunsicherheit in Kenia hat sich zum Vorjahr mehr als verdoppelt

In Kenia machen Dürre, Nahrungsmittelknappheit und Hunger Menschen wie Abdia und ihrer Familie täglich zu schaffen. Die Verschlechterung der Ernährungsunsicherheit ist auf Trockenperioden mit geringen saisonalen Niederschlägen, eine unterdurchschnittliche Ernte- und Viehproduktion, lokale Ressourcenkonflikte und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, die zu einem Anstieg der Grundnahrungsmittelpreise im ganzen Land führte. Die mangelhafte Ernährung führt vor allem bei den Kindern zu ständigen Krankheiten.

Im Welthunger-Index 2021 nimmt Kenia Platz 87 ein. Laut der Klassifikation für Ausmaß und Schwere von Unterernährung und Hunger nach IPC ("Integrated Food Security Phase Classification") waren im Februar 2022 etwa 3,1 Millionen Menschen in Kenia einem hohen Maß an akuter Ernährungsunsicherheit ausgesetzt und benötigen humanitäre Hilfe. Die Zahl der stark von Ernährungsunsicherheit betroffenen Menschen hat sich im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2021 von 1,4 Millionen deutlich erhöht (Quelle: IPC, Reliefweb).

Unter den ersten zehn Ländern mit alarmierendem Hunger sind zudem Jemen, Syrien und der Südsudan gelistet. In Somalia wird die Hungersituation als extrem alarmierendgravierend eingestuft, das Land liegt damit vor allen anderen auf Platz 116 des Welthunger-Index (Quelle: World Hunger Index). Insgesamt leiden weltweit über 820 Millionen Menschen an Hunger (Quelle: UN).

Lebensmittelpakete gegen Hunger und Unterernährung in mehr als 30 Ländern

Wie Abdia und ihre Kinder, hat Islamic Relief Deutschland im letzten Ramadan weltweit 178.260 Menschen mit 32.183 Lebensmittelpaketen erreicht. Das weltweite Islamic Relief-Netzwerk erreichte im vergangenen Jahr sogar über 1,2 Millionen Menschen in 34 Ländern.

Die Lebensmittelpakete werden vor allem in den Ländern verteilt, die laut UN zu den größten Herkunftsländern von Geflüchteten zählen, wie Afghanistan, Myanmar, Südsudan und Syrien sowie in einigen der wichtigsten Aufnahmeländer von Geflüchteten, wie Bangladesch, Libanon, Pakistan und Sudan. Auch Länder die von aktuellen Krisen betroffen sind, wie Äthiopien und Jemen, stehen im Fokus.

Weltweit sind mindestens 82,4 Millionen aus ihrer Heimat vertrieben. Die Hälfte davon sind Kinder unter 18 Jahren. Die Zahl der Binnenvertriebenen beträgt weltweit 48 Millionen (Quelle: UNHCR). Das Coronavirus und seine wirtschaftlichen Folgen erschweren die Lage der Menschen in Not erheblich, denn sie können nicht mehr arbeiten. Für Menschen, die Krisen wie Flucht, Naturkatastrophen und Krieg ausgesetzt sind, ist eine unsichere Versorgung mit Nahrungsmitteln tägliche Realität und sie leiden oftmals unter den Folgen von Hunger und an Mangelernährung.

Wie in jedem Jahr liegt bei der Ramadan-Verteilung ein besonderer Fokus auf Waisen, Witwen, Menschen mit Behinderung, älteren Menschen, Vertriebenen und Geflüchteten. Mit einem Lebensmittelpaket von Islamic Relief wird eine fünfköpfige Familie ausreichend mit Nahrungsmitteln versorgt.

Islamic Relief Deutschland wurde vor 25 Jahren in Köln gegründet und ist eine gemeinnützige deutsche Nichtregierungsorganisation mit humanitärem Auftrag. Sie vertritt die Überzeugung, dass wir uns in Deutschland in einer privilegierten Lage hinsichtlich der Verwirklichung universeller humanitärer Ziele befinden und daraus eine besondere Verantwortung erwächst, den weniger Begünstigten zur Seite zu stehen. Dabei hält sich die NGO strikt an die Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals) und ist den Core Humanitarian Standards on Quality and Accountability (CHS) verpflichtet, einem weltweiten Qualitätsstandard für humanitäre Arbeit. Humanitäre Arbeit und großherziges Geben lindern Not in der Welt und fördern zudem das gegenseitige Verständnis und dienen dem Frieden.

Richtschnur ihres Handelns sind universelle humanitäre Ziele: Schutz des Lebens und der Würde des Menschen, Schutz der Familien und Kinder, Anrecht auf materielle Sicherheit sowie freie geistige und spirituelle Entfaltung. Wir haben uns dazu verpflichtet, Armut und Leid der Ärmsten dieser Welt zu lindern - unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Kultur.

Weitere Informationen unter: www.islamicrelief.de/ramadan/

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