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Produktivität im Handwerk: Was erfolgreiche Betriebe auszeichnet / ISOTEC-Handwerkskompass analysiert Produktivität, Vergütung und Arbeitsplatzattraktivität

Horst und Tino Becker, Geschäftsführer der ISOTEC GmbH / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/54519 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.

Köln/Bergisch Gladbach (ots) -

Erfolgreiche Handwerksbetriebe arbeiten nicht nur produktiver, sie investieren auch deutlich stärker in gute Arbeitsbedingungen, moderne Führung und Mitarbeiterbindung. Zu diesem Ergebnis kommt der neue ISOTEC-Handwerkskompass 2026, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Consult) im Auftrag des Sanierungsspezialisten ISOTEC erarbeitet hat.

Die Studie liefert zugleich wichtige Antworten auf eine der größten Herausforderungen der Branche: den zunehmenden Fachkräftemangel im Handwerk. Sie untersucht den Zusammenhang zwischen Produktivität, Arbeitsplatzattraktivität und Vergütung. Grundlage sind volkswirtschaftliche Analysen sowie eine Befragung von 602 Handwerkern, darunter 294 Beschäftigte aus dem Bauhaupt- und Ausbaugewerbe.

Warum das Handwerk für Deutschland unverzichtbar ist

Mit mehr als einer Million Betrieben, rund 5,6 Millionen Beschäftigten und über 342.000 Auszubildenden zählt das Handwerk zu den wichtigsten Wirtschafts- und Ausbildungszweigen Deutschlands. Die Branche erwirtschaftet jährlich rund 771 Milliarden Euro Umsatz und trägt rund 7,6 Prozent zur gesamten Bruttowertschöpfung bei. Gleichzeitig kommt dem Handwerk eine Schlüsselrolle bei den großen Transformationsaufgaben der kommenden Jahre zu: von der Energiewende über die energetische Gebäudesanierung bis hin zur Modernisierung und Digitalisierung von Gebäuden und Infrastruktur.

Die Produktivitätsspirale im Handwerk

Im Mittelpunkt des ISOTEC-Handwerkskompass 2026 steht die sogenannte Produktivitätsspirale. Sie beschreibt das Zusammenspiel von Gehalt, Arbeitsplatzattraktivität und Produktivität. Die zentrale Erkenntnis der Studie: Gute Arbeitsbedingungen, hohe Mitarbeiterzufriedenheit und wirtschaftlicher Erfolg verstärken sich gegenseitig. Attraktive Arbeitsplätze fördern Motivation, Leistungsbereitschaft und Mitarbeiterbindung. Dies steigert die Produktivität, die wiederum wirtschaftliche Spielräume für bessere Vergütung, Weiterbildung, Digitalisierung und moderne Arbeitsbedingungen schafft. "Unsere Analyse zeigt: Produktivität im Handwerk entsteht dort, wo faire Vergütung, attraktive Arbeitsbedingungen und gute betriebliche Strukturen zusammenkommen", sagt Dr. Hilmar Klink von IW Consult, einer Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

"Der Handwerkskompass macht deutlich, dass wirtschaftlicher Erfolg und attraktive Arbeitsplätze untrennbar miteinander verbunden sind", sagt Horst Becker, Gründer und Geschäftsführer von ISOTEC sowie Initiator des ISOTEC-Handwerkskompasses. "Betriebe, die in ihre Mitarbeiter investieren, Wertschätzung leben und moderne Rahmenbedingungen schaffen, stärken nicht nur ihre Attraktivität als Arbeitgeber, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit."

Besonders ausgeprägt ist der Zusammenhang zwischen Gehaltszufriedenheit und Arbeitsplatzattraktivität: Steigt die Zufriedenheit mit dem Gehalt um zehn Prozent, verbessert sich die wahrgenommene Attraktivität des Arbeitsplatzes durchschnittlich um 5,6 Prozent. Gleichzeitig geht eine um zehn Prozent höhere Arbeitsplatzattraktivität mit einer um 3,6 Prozent höheren Produktivität einher.

Wodurch sich erfolgreiche Handwerksbetriebe unterscheiden

Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen wirtschaftlich erfolgreichen und weniger erfolgreichen Unternehmen. Erfolgreiche Handwerksbetriebe investieren häufiger in moderne Führung, Weiterbildung, Digitalisierung und klar strukturierte Prozesse. Zudem setzen sie stärker auf transparente Kommunikation, moderne Arbeitsmittel, leistungsbezogene Vergütungssysteme sowie Zusatzleistungen wie Bonuszahlungen, betriebliche Altersvorsorge, zusätzliche Urlaubstage oder flexible Arbeitszeitmodelle. Auch standardisierte Abläufe und digitale Werkzeuge kommen dort häufiger zum Einsatz.

Wirtschaftlicher Erfolg und Mitarbeiterzufriedenheit hängen eng zusammen. Beschäftigte in erfolgreichen Handwerksunternehmen bewerten Arbeitsabläufe, Organisation und Effizienz deutlich positiver als Mitarbeiter weniger erfolgreicher Betriebe.

Auch Qualifikation und Einkommen beeinflussen die Wahrnehmung der eigenen Tätigkeit: Meister bewerten die Produktivität ihres Betriebs im Durchschnitt um 16 Prozentpunkte höher als Gesellen. Beschäftigte mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 4.000 Euro schätzen die Attraktivität des Handwerks ebenfalls häufiger positiv ein als Beschäftigte mit einem Einkommen unter 4.000 Euro.

Die Studie relativiert das verbreitete Bild eines generellen Gehaltsnachteils des Handwerks gegenüber der Industrie. Viele Unterschiede hängen eng mit der Unternehmensgröße zusammen. Im Vergleich zu ähnlich großen Betrieben liegen die Einkommen im Bauhandwerk deutlich näher an denen der Industrie, als häufig angenommen wird. Gegenüber mittleren Industrieunternehmen bestehen weiterhin Einkommensunterschiede. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass diese Lücke durch höhere Produktivität, moderne Betriebsstrukturen und attraktive Arbeitsplätze schrittweise verringert werden kann.

Wertschätzung wird zum Wettbewerbsfaktor

Besonders positiv bewerten die befragten Handwerker die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit, abwechslungsreiche Tätigkeiten und den direkten Kundenkontakt. Verbesserungsbedarf sehen viele dagegen bei flexibleren Arbeitszeiten, Karriereperspektiven und moderner technischer Ausstattung. Die Studie macht deutlich: Wertschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten und moderne Arbeitsbedingungen zählen heute zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren im Kampf um Fachkräfte.

Produktivität im Handwerk gezielt steigern

Der ISOTEC-Handwerkskompass 2026 verbindet die Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis. Die größten Potenziale liegen in modernen Vergütungsstrukturen, der konsequenten Digitalisierung von Abläufen, klaren Prozessen, attraktiven Arbeitsbedingungen sowie in Weiterbildung und Mitarbeiterentwicklung. "Das Handwerk verfügt über enorme Stärken und Potenziale, die häufig unterschätzt werden", betont ISOTEC-Geschäftsführer Horst Becker. "Der ISOTEC-Handwerkskompass 2026 belegt, dass wirtschaftlicher Erfolg und attraktive Arbeitsplätze kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig stärken. Die Zukunft des Handwerks entscheidet sich nicht allein auf der Baustelle, sondern auch in den Betrieben selbst."

Download der Studie:

Die vollständige Studie mit Grafiken, zentralen Kennzahlen und Handlungsempfehlungen steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit unter www.isotec-handwerkskompass.de

Pressekontakt:

ISOTEC GmbH
Marcel Kluge
Köttgen-Allee 1
51456 Bergisch Gladbach
info@isotec-handwerkskompass.de
02202 / 95 74 120

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