Revierdienst oder 24/7-Bewachung: Marcel Prasse von der Safe Guard GmbH erklärt, welche Sicherheitslösung zu welchem Unternehmen passt
Bissendorf (ots) -
Offene Türen, unbemerkte Zugänge, Diebstahl oder Vandalismus: Unternehmen müssen ihre Gebäude und Werte zuverlässig schützen. Doch während zu wenig Bewachung gefährliche Lücken hinterlassen kann, verursacht eine überdimensionierte Lösung unnötig hohe laufende Kosten. Wie lässt sich also das richtige Maß zwischen notwendiger Absicherung und Wirtschaftlichkeit finden?
Ob Bürogebäude, Lagerhalle oder Produktionsstandort: Wie viel Bewachung tatsächlich notwendig ist, lässt sich von außen oft schwer beurteilen. Reicht es aus, wenn ein Sicherheitsmitarbeiter das Gelände regelmäßig anfährt und definierte Kontrollpunkte überprüft? Oder erfordert die Situation eine dauerhafte Präsenz? Der Preis allein liefert darauf keine verlässliche Antwort. Hohe Warenwerte, sensible Daten oder laufende Betriebsprozesse können dazu führen, dass zwischen einzelnen Kontrollfahrten entscheidende Sicherheitslücken entstehen. Bei einem überschaubaren Objekt ohne permanenten Kontrollbedarf kann eine 24/7-Bewachung dagegen unnötig Budget binden. „Die teuerste Sicherheitslösung ist nicht automatisch die beste. Genauso wenig wie die günstigste ausreicht. Problematisch wird es immer dann, wenn die Leistung nicht zum tatsächlichen Schutzbedarf des Objekts passt“, erklärt Marcel Prasse, Geschäftsführer der Safe Guard GmbH.
„Entscheidend sollte darum nicht sein, wie viel Bewachung ein Sicherheitsdienst verkaufen kann, sondern welcher Schutzbedarf tatsächlich besteht und welche Maßnahmen dafür erforderlich sind“, so Marcel Prasse weiter. Dieser Grundsatz prägt seine Beratung bei der Safe Guard GmbH. Der familiengeführte Sicherheitsdienstleister betreut Firmen- und Industriekunden, Werkschutzkunden sowie Hausverwaltungen und verfügt insbesondere im Raum Osnabrück und Oldenburg über eine starke regionale Personalstruktur. Kurze Entscheidungswege und persönliche Erreichbarkeit gehören dabei ebenso zum Ansatz wie eine individuelle Prüfung des jeweiligen Standorts. Bevor eine Leistung empfohlen wird, betrachtet Marcel Prasse deshalb zunächst, welche Bereiche und Werte abgesichert werden müssen, wann eine Präsenz erforderlich ist und welche Maßnahmen dafür infrage kommen. Je nach Ausgangslage kann das eine 24/7- oder Nachtbewachung, ein Revierdienst oder ein Schließdienst sein. Dazu gehört für Marcel Prasse auch, von einer kostenintensiveren Dauerbewachung abzuraten, wenn regelmäßige Kontrollen ausreichen.
Wann ein Revierdienst die passende Lösung sein kann
Nicht jedes Unternehmen benötigt rund um die Uhr einen Sicherheitsmitarbeiter am eigenen Standort. Eine Möglichkeit, Objekte dennoch regelmäßig überprüfen zu lassen, bietet der Revierdienst. Dabei fährt ein Sicherheitsmitarbeiter das Gelände nach einem vereinbarten Rhythmus an, kontrolliert Türen, Fenster und Außenbereiche und prüft festgelegte Kontrollpunkte. Welche Bereiche dabei besonders relevant sind, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab: Bei einem Bürogebäude können beispielsweise Zugänge und Fenster im Mittelpunkt stehen, während bei einer Lagerfläche zusätzlich Außenbereiche oder besonders sensible Gebäudeteile berücksichtigt werden müssen. Ergänzend kann ein Schließdienst sicherstellen, dass Fenster geschlossen, Türen verriegelt und Räume ordnungsgemäß gesichert wurden. Besonders bei überschaubaren Büro- und Verwaltungsgebäuden, Autohäusern, Schulen, kleineren Lagerflächen oder Baustellen kann dieses Modell sinnvoll sein.
Bei einem Revierdienst spielt deshalb auch die Nachvollziehbarkeit der vereinbarten Kontrollen eine wichtige Rolle. „Für den Kunden muss vor allem transparent sein, ob die vereinbarten Kontrollen tatsächlich durchgeführt wurden. Nur dann kann er sich darauf verlassen, dass die Leistung, für die er bezahlt, auch erbracht wurde“, erklärt Marcel Prasse. Die Safe Guard GmbH setzt deshalb auf digitale Kontrollnachweise, über die sich dokumentieren lässt, wann die festgelegten Kontrollpunkte angelaufen wurden. Allerdings entscheidet die Nachvollziehbarkeit der Kontrollen noch nicht darüber, ob ein Revierdienst für das jeweilige Objekt ausreicht. Ausschlaggebend ist ebenso, was zwischen den einzelnen Kontrollfahrten passieren kann. Ist auch in diesen Zeiträumen eine kontinuierliche Überwachung notwendig, reicht ein Revierdienst nicht mehr aus.
Wann punktuelle Kontrollen nicht mehr genügen
Ob eine dauerhafte Bewachung erforderlich ist, hängt nicht allein von Größe oder Art eines Objekts ab. Ein kleiner Standort mit teuren Maschinen, sensiblen Daten oder besonderem Einbruchspotenzial kann einen höheren Schutzbedarf haben als ein großes, gut überschaubares Gelände. Entscheidend ist vielmehr, wie schnell zwischen zwei Kontrollen eine Situation entstehen kann, auf die unmittelbar reagiert werden müsste. Mehrere Zugänge oder schwer einsehbare Außenflächen erschweren beispielsweise den Überblick darüber, wer das Gelände betritt oder verlässt. Bei laufenden Produktions- und Logistikprozessen kommt hinzu, dass sich Waren, Fahrzeuge und Personen fortlaufend bewegen können. Je dynamischer solche Abläufe sind und je sensibler die betroffenen Bereiche, desto weniger lässt sich die Absicherung allein auf einzelne Kontrollzeitpunkte reduzieren. Entsprechende Anforderungen können sich etwa an Produktions- und Logistikstandorten, Energieversorgungsanlagen oder in Krankenhäusern ergeben – allerdings jeweils aus unterschiedlichen Gründen.
„Die zentrale Frage lautet immer: Was könnte in der Zeit passieren, in der niemand vor Ort ist – und wäre das für das Unternehmen vertretbar?“, erklärt Marcel Prasse. Neben den räumlichen und betrieblichen Gegebenheiten spielt dabei auch eine Rolle, wie viele Personen sich zu welchen Zeiten auf dem Gelände bewegen. Gerade beim Schichtbetrieb sowie beim Einsatz von Fremdfirmen oder Leiharbeitskräften kann es schwieriger werden, Zugänge und Personenbewegungen zuverlässig im Blick zu behalten. Klare Zutrittsregelungen und zusätzliche Kontrollen gewinnen dadurch an Bedeutung; bei entsprechenden Diebstahlrisiken führt die Safe Guard GmbH beispielsweise auch Taschenkontrollen nach dem Zufallsprinzip durch.
Wie dokumentierte Auffälligkeiten zusätzliche Erkenntnisse liefern
Mit der Wahl zwischen Revierdienst und dauerhafter Bewachung ist die Sicherheitsfrage noch nicht vollständig beantwortet. Ebenso wichtig ist, was die Mitarbeiter bei ihren Einsätzen vor Ort feststellen und wie diese Informationen anschließend beim Unternehmen ankommen. Die Safe Guard GmbH nutzt dafür eine digitale Wachbuchdokumentation, in der offene Türen oder Fenster, Beschädigungen und andere Auffälligkeiten mit Foto und Beschreibung festgehalten werden können.
Besonders relevant wird die Dokumentation, wenn bestimmte Beobachtungen wiederholt auftreten. Wird beispielsweise bei mehreren Rundgängen festgestellt, dass im selben Raum regelmäßig ein Fenster offensteht, handelt es sich möglicherweise nicht mehr nur um einen einzelnen Vorfall, sondern um eine wiederkehrende Schwachstelle im internen Ablauf. Verantwortliche können dadurch gezielter prüfen, warum das Fenster wiederholt offen bleibt und an welcher Stelle organisatorisch nachgebessert werden muss. Aus der Dokumentation einzelner Kontrollgänge entsteht so mit der Zeit ein genaueres Bild davon, an welchen Stellen sich Probleme häufen.
Sicherheit beginnt mit der richtigen Entscheidung
Am Ende entscheidet sich die Qualität eines Sicherheitskonzepts nicht an seinem Umfang. Für Marcel Prasse kommt es vielmehr darauf an, die eingesetzten Maßnahmen so auf das jeweilige Unternehmen abzustimmen, dass weder unnötige Kosten entstehen noch entscheidende Bereiche unzureichend abgesichert bleiben. Genau deshalb gehört für die Safe Guard GmbH auch die Empfehlung einer schlankeren Lösung zu einer seriösen Beratung, wenn diese für das jeweilige Objekt ausreicht. Sicherheit wird damit nicht an möglichst vielen Einsatzstunden gemessen, sondern daran, ob die vorhandenen Anforderungen zuverlässig erfüllt werden.
Für Unternehmen bedeutet das vor allem, die bestehende Bewachung regelmäßig mit den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort abzugleichen. Veränderungen bei Nutzung, Warenwerten, Betriebszeiten oder Zugängen können schließlich auch die Anforderungen an das Sicherheitskonzept verändern. „Eine Sicherheitslösung ist dann gut, wenn sie zum Objekt und zu dessen Risiken passt. Genau das muss vor jeder Entscheidung sauber geprüft werden“, fasst Marcel Prasse zusammen.
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