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Hamburger FinTech TrustBills kooperiert mit Lufthansa Industry Solutions

Hamburg/Norderstedt (ots) - Der IT-Dienstleister Lufthansa Industry Solutions (LHIND) und das FinTech-Unternehmen TrustBills kooperieren, um dem dokumentären Akkreditivgeschäft digitale Beine zu machen. LHIND stellt dabei die IoT-Infrastruktur, TrustBills den automatisierten Zahlungsdienst.

Erst hat das Hamburger FinTech TrustBills den Forderungsankauf revolutioniert, nun will man einen weiteren wichtigen Aspekt des internationalen Handels durch technologische Innovation ablösen: das Akkreditiv. TrustBills hat sich zum Ziel gesetzt, einen digitalen Zug-um-Zug-Zahlungsdienst für den internationalen Handel aufzubauen. Unterstützung bekommen die Hamburger hierfür von der LHIND.

"Mit der Unterstützung der Lufthansa Industry Solutions wollen wir perspektivisch eine Alternative für das dokumentäre Geschäft in der Außenhandelsfinanzierung, insbesondere aber für Akkreditive etablieren", erklärt Jörg Hörster, Gründer und CEO von TrustBills. Unter Akkreditiven versteht man im Außenhandel die Verpflichtung einer Bank, im Auftrag eines Kunden, beispielsweise des Importeurs, gegen Übergabe vorher definierter Dokumente - etwa nach Erhalt des Zollstempels - eine Zahlung an einen Dritten wie den Exporteur zu leisten, sofern die Akkreditivbedingungen erfüllt sind.

Und genau hier kommt die Expertise der LHIND mit IoT-Devices ins Spiel - gerade bei Luftfracht, deren Einsatz besonderen Regularien unterliegt und Entwicklungen daher vergleichsweise aufwendig sind. Künftig soll es möglich sein, dass Im- und Exporteure über TrustBills einen Zahlungsplan vereinbaren, dessen Auszahlungen an bestimmte Auszahlungs-Trigger (z.B. zurückgelegte Weg-Strecken, Gefahrenübergänge, Einhaltung von Temperatur-, Luftdruck-, Feuchtigkeit- und Gasbildungs-Bandbreiten, Abstinenz von Schockwirkungen durch Erschütterungen, u.v.m.) geknüpft sind. Vor Lieferung zahlt der Importeur den vereinbarten Rechnungsbetrag auf ein sogenanntes "Freeze"-Konto. Sendet dann während der Lieferung das an der Fracht angebrachte IoT-Device, dass die vorher festgelegten Auszahlungs-Trigger erfüllt sind, werden die Zahlungen aus dem Zahlungsplan ausgelöst und die entsprechenden Beträge von dem Freeze-Konto auf das hinterlegte Bankkonto des Exporteurs überwiesen - vollautomatisch und komplett Banken-unabhängig. Modellrechnungen haben ergeben, dass dieser Prozess erheblich günstiger ist als die Eröffnung von Akkreditiven durch Banken. Außerdem ist er unabhängig von Kreditentscheidungen, die mangels regionaler Abdeckung häufig negativ ausfallen.

"Mit unserer Erfahrung und dem technischen Know-how sind wir in der Lage, auch bei Luftfracht zuverlässig die Transportbedingungen sowie den Zustand der transportierten Waren zu erfassen und zu übermitteln", sagt Bernd Appel, Managing Director der LHIND.

Kunden können sich künftig auf die vereinbarte Beschaffenheit ihrer im Ausland bestellten Waren verlassen. Denn die Performance-Risiko-Daten werden schon während des Transports übermittelt. Gleichzeitig erhalten Kunden über TrustBills Zugang zu einem vollautomatisierten Zahlungsprozess, wenn alle vereinbarten Lieferbedingungen erfüllt sind. Das schafft Vertrauen und beschleunigt die Zahlungsströme deutlich.

Erste Showcases planen LHIND und TrustBills bereits im Herbst. Britta Balden, Geschäftsführerin der auf Supply Chain Innovationen spezialisierten Beratung EGerLink, wird das neue Geschäftsfeld von TrustBills verantwortlich aufbauen.

Pressekontakt TrustBills Technologies GmbH:

Dr. Johannes Ulbricht General Counsel & International Expansion Officer, TrustBills +49 (0)40 257 660 650 media@trustbills.com


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