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SOS-Kinderdörfer weltweit

Zum 10. Jahrestag des großen Erdbebens in Haiti: "Viele Hilfsaktionen sind grandios gescheitert" / SOS-Kinderdörfer ziehen eine kritische Bilanz

Zehn Jahre nach dem großen Erdbeben in Haiti geht es den Menschen schlechter als zuvor. Den SOS-Kinderdörfern zufolge wurde von den versprochenen staatlichen Milliarden-Hilfen nicht einmal die Hälfte ausgezahlt. Und wo Geld floss, verschwand einiges in korrupten Kanälen. Oder die internationalen Helfer agierten, ohne sich mit der Regierung Haitis oder den Organisationen der haitianischen Regierung abzustimmen. Die SOS-Kinderdörfer helfen in Haiti seit 35 Jahren mit Langzeit-Projekten. Die Projekte werden geleitet und ausgeführt von Haitianern. Unmittelbar nach der Katastrophe hat die Hilfsorganisation 117 Lebensmittelverteilstellen eingerichtet und darüber fast 24.000 Kinder und Erwachsene ein halbes Jahr lang versorgt. Viele dieser Verteilstellen wurden inzwischen in dauerhafte kleine Gemeindezentren für Kinder und arme Familien umgewandelt. Dort werden vor allem alleinerziehende Frauen und extrem arme Familien befähigt, selbst ein kleines Geschäft aufzuziehen und so für Einkommen zu sorgen. Außerdem haben die SOS-Kinderdörfer fünf Schulen gebaut, um Kindern Bildung zu ermöglichen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/1658 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Christian Martinelli" Zehn Jahre nach dem großen Erdbeben in Haiti geht es den Menschen schlechter als zuvor. Den SOS-Kinderdörfern zufolge wurde von den versprochenen staatlichen Milliarden-Hilfen nicht einmal die Hälfte ausgezahlt. Und wo Geld floss, verschwand einiges in korrupten Kanälen. Oder die internationalen Helfer agierten, ohne sich mit der Regierung Haitis oder den Organisationen der haitianischen Regierung abzustimmen. Die SOS-Kinderdörfer helfen in Haiti seit 35 Jahren mit Langzeit-Projekten. Die Projekte werden geleitet und ausgeführt von Haitianern. Unmittelbar nach der Katastrophe hat die Hilfsorganisation 117 Lebensmittelverteilstellen eingerichtet und darüber fast 24.000 Kinder und Erwachsene ein halbes Jahr lang versorgt. Viele dieser Verteilstellen wurden inzwischen in dauerhafte kleine Gemeindezentren für Kinder und arme Familien umgewandelt. Dort werden vor allem alleinerziehende Frauen und extrem arme Familien befähigt, selbst ein kleines Geschäft aufzuziehen und so für Einkommen zu sorgen. Außerdem haben die SOS-Kinderdörfer fünf Schulen gebaut, um Kindern Bildung zu ermöglichen. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/1658 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Christian Martinelli"

Port-au-Prince/München (ots) - Nach dem großen Erdbeben in Haiti vor zehn Jahren sagten ausländische Regierungen und internationale Organisationen rund 13 Milliarden an Hilfsgeldern für den Wiederaufbau des Inselstaats zu. Zum 10. Jahrestag der Katastrophe hat die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer eine kritische Bilanz der Arbeit der internationalen Helfer gezogen.

"Gemessen an den finanziellen Leistungen müsste Haiti eigentlich auf dem besten Weg sein, die bittere Armut zu überwinden - das Gegenteil ist der Fall", sagt Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der Organisation in München. "Das Land ist noch immer eine Trümmerwüste und den Menschen geht es mehrheitlich sogar schlechter als vor dem Erdbeben."

Den SOS-Kinderdörfern zufolge wurde von den versprochenen staatlichen Milliarden-Hilfen nicht einmal die Hälfte ausgezahlt. Und wo Geld floss, verschwand einiges in korrupten Kanälen. Oder die internationalen Helfer agierten, ohne sich mit der Regierung Haitis oder den Organisationen der haitianischen Regierung abzustimmen. "Leider hat man die Haitianer viel zu selten in die Planungen mit einbezogen. Und nicht wenige hielten die Haitianer sogar grundsätzlich für unfähig zur Selbsthilfe", sagt Vyslozil.

"Anstatt mit den Betroffenen Maßnahmen zu planen, beispielsweise mit Starthilfen zur Selbstversorgung, wurden Projekte ohne die Haitianer gemacht und gingen dadurch an Land und Leuten vorbei", sagt Vyslozil. Vor allem die vielen kleinen Organisationen hätten unkoordiniert agiert, so sei es zu teils "bizarren Fehlplanungen" gekommen und viele Hilfsorganisationen seien "grandios gescheitert".

Haiti war vor 10 Jahren von einem verheerenden Erdbeben erschüttert worden, das über 300.000 Tote, Hunderttausende Verletzte und fast zwei Millionen Obdachlose forderte.

Die SOS-Kinderdörfer helfen in Haiti seit 35 Jahren mit Langzeit-Projekten. Die Projekte werden geleitet und ausgeführt von Haitianern. Unmittelbar nach der Katastrophe hat die Hilfsorganisation 117 Lebensmittelverteilstellen eingerichtet und darüber fast 24.000 Kinder und Erwachsene ein halbes Jahr lang versorgt. Viele dieser Verteilstellen wurden inzwischen in dauerhafte kleine Gemeindezentren für Kinder und arme Familien umgewandelt. Dort werden vor allem alleinerziehende Frauen und extrem arme Familien befähigt, selbst ein kleines Geschäft aufzuziehen und so für Einkommen zu sorgen. Außerdem haben die SOS-Kinderdörfer fünf Schulen gebaut, um Kindern Bildung zu ermöglichen.

Interview und Kommentar: Hierzu bieten wir ein Interview und einen Kommentar mit und von Wilfried Vyslozil, Vorstandsvorsitzender der SOS-Kinderdörfer in München. Darin schildert Vyslozil die aktuelle humanitäre Lage im Land und beschreibt, warum die Hilfsorganisationen in Haiti gescheitert sind. Und er erklärt, wie Hilfe in Ländern wie Haiti gelingen kann.

Das Interview und der Kommentar können auf der Website der SOS-Kinderdörfer weltweit gelesen werden: https://www.sos-kinderdoerfer.de/presse/pressemitteilungen. Gern schicken wir Ihnen für Veröffentlichungen ein Word-Dokument mit dem Interview und/oder dem Kommentar.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Stellvertretender Pressesprecher
SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 089/179 14-287
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de


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