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Islamic Relief Deutschland e.V.

Jahrestag mit Islamic Relief: 11 Jahre Überleben und Hoffnung in Syrien / Bereit für eine Zukunft jenseits der Krise

Köln (ots) -

Der 15. März in diesem Jahr markiert für die Menschen in Syrien elf Jahre Entbehrung, Hunger, Krieg und Verzweiflung. 400.000 Menschen sind gestorben und alle zehn Stunden wird ein Kind aufgrund von Gewalt getötet. Nahezu 90 Prozent der syrischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, mehr als ein Drittel lebt in bitterer Armut und ist mit einem täglichen Überlebenskampf konfrontiert. Doch Menschen wie Sali und Ahmed geben nicht auf, denn sie haben Hoffnung.

Die anhaltende Krise hat Millionen Menschen in Syrien ihre Häuser, ihre Lebensgrundlage, ihre Ausbildung, ihre Gesundheit und ihre Angehörigen genommen. 14,6 Millionen der 17 Millionen Einwohner Syriens benötigen humanitäre Hilfe und sieben Millionen Kinder sind auf dringende Unterstützung angewiesen.

"Nach elf Jahren Krieg und Verzweiflung demonstrieren die Menschen in Syrien ihre Kraft und Widerstandsfähigkeit. Jetzt, im zwölften Jahr der Krise, ist unsere Unterstützung entscheidender denn je, denn es geht um den Wiederaufbau und um Hoffnung. Millionen Menschen im Land verdienen eine Chance auf eine bessere Zukunft und sie sind bereit - für eine Zukunft jenseits der Krise", sagt Nuri Köseli, Pressesprecher von Islamic Relief Deutschland.

Besonders herausfordernd ist die Situation für die 6,9 Millionen Menschen, von denen angenommen wird, dass sie immer wieder innerhalb Syriens vertrieben werden. Eines der vielen vertriebenen Kinder ist die 10-jährige Schülerin Sali.

Sali wurde kurz nach Beginn der Krise in Syrien in dem Dorf Neirab in Idlib geboren. Ihre Nachbarn wurden getötet, während sie sich unter ihrem Bett versteckte. Ihre Freunde wurden alle in verschiedene Dörfer vertrieben und auch sie war gezwungen, mit ihrer Familie zu fliehen. Salis ganzes Dorf wurde zerstört, die Schule demoliert und ihre Gemeinschaft auseinandergerissen.

Kleine Kinder, große Träume: 2,4 Millionen syrische Kinder gehen nicht zur Schule

Trotz alledem ist Sali fest entschlossen, zur Schule zu gehen. Wie so viele Syrerinnen und Syrer weiß sie, dass Bildung der Schlüssel für eine gute Zukunft ist. Sie ist überzeugt, dass die Kinder in Syrien eines Tages ihr Land wiederaufbauen werden.

"Mein Traum ist es, Lehrerin zu werden, um die Kinder zu unterrichten, sich um sie zu kümmern und das Wissen, das sie während der Krise verloren haben, wiederherzustellen", sagt die 10-Jährige.

Die Bedingungen für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sind herausfordernd. Kinder wie Sali werden immer wieder vertrieben, die Lehrer können nicht durchgehend den Lehrplan unterrichten und viele Eltern haben Angst, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Bildungswesen: 28.000 Kinder und 179 Lehrer werden unterstützt

Sali ist eines von 28.000 Kindern, die Islamic Relief im letzten Jahr mit sicherer und hochwertiger Bildung unterstützen konnte. Auch 179 Lehrer in 72 Schulen wurden so ausgestattet, dass sie die Kinder trotz herausfordernder Bedingungen unterrichten können.

Dafür werden monatliche Stipendien für Lehrkräfte, Schreibtische, Laptops und Drucker, Schreibwaren, Bücher und tägliche Mahlzeiten bereitgestellt. Auch Beratung und Unterstützung werden für das Wohlbefinden derjenigen bereitgestellt, die in den letzten elf Jahren traumatisiert wurden, um all das, was sie gesehen und erlebt haben, zu verarbeiten.

Über 90 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter leben unter schweren, extremen oder katastrophalen Bildungsbedingungen, vor allem in den Regierungsbezirken Aleppo, Idlib und im ländlichen Damaskus.

Angesichts der vielen Herausforderungen in Syrien, bedeutet die humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit von Hilfsorganisationen wie Islamic Relief für die Menschen vor Ort nicht nur Rettung, sondern auch Hoffnung.

Eine Herzchirurgie in Nordsyrien und mobile Einrichtungen gegen COVID-19

Ob durch Gesundheitsvorsorge, lebensrettende Nothilfe, schulische Bildung oder Beschäftigungsförderung, Islamic Relief hat in den letzten elf Jahren insgesamt zwölf Millionen Menschen in Syrien mit humanitärer Hilfe unterstützt.

Die Hilfsorganisation hat das einzige spezialisierte Zentrum für Herzchirurgie in Nordsyrien eingerichtet, in dem Patienten behandelt werden, die ansonsten gezwungen wären, eine gefährliche Reise auf sich zu nehmen, um sich in einem Nachbarland einer teuren Behandlung zu unterziehen, oder deren unbehandelter Zustand schließlich zu ihrem Tod führen würde.

Ahmed, den die Ärzte aufgrund des Ausmaßes seiner Herzerkrankung zu ihrer Überraschung noch am Leben fanden, wurde in dem Zentrum kostenlos behandelt: "Ich fühle mich wie neugeboren und mein Herz pumpt perfekt. Das Zentrum ist ein Rettungsanker für Herzpatienten, die nicht das Geld oder die Möglichkeit haben, zu reisen."

Die lebensrettende medizinische Behandlung hat Ahmed Hoffnung auf ein besseres Leben geschenkt. Islamic Relief beteiligte sich zudem an vorderster Front an der COVID-19-Reaktion, indem sie mobile Gesundheitseinrichtungen betrieben hat, das Bewusstsein geschärft und lebensrettende Ausrüstung geliefert hat.

Zur Gewährleistung des gesicherten Zugangs zur medizinischen Versorgung gehört auch die Bereitstellung von Transportmitteln für diejenigen, die sonst keine medizinische Behandlung erhalten könnten, von Gehältern für medizinisches Personal, von grundlegenden Schulungsmaßnahmen und von Mitteln zur Deckung der Betriebskosten, um so viele Gesundheitseinrichtungen wie möglich offen zu halten.

Unterstützung ist wichtiger denn je: Chancen und Wiederaufbau im Fokus

Der Zusammenbruch der Wirtschaft und der lebenswichtigen Dienstleistungen wurde durch die Covid-19-Pandemie und die sich anhäufenden Auswirkungen von elf Jahren Kampf und Leid weiterhin verschärft. Da kaum Aussicht auf eine baldige Lösung der Krise besteht, sehen sich die Menschen in Syrien derzeit mit den schlimmsten Bedingungen und größten Herausforderungen der letzten elf Jahre konfrontiert.

Seit dem Ausbruch der Krise hat das internationale Netzwerk von Islamic Relief Nothilfe und humanitäre Hilfe geleistet und damit fast zwölf Millionen gefährdete Menschen im ganzen Land sowie Flüchtlingsgemeinschaften in den Nachbarländern unterstützt.

Die Hilfsorganisation hat mehr als drei Millionen Menschen durch Ramadan- und Kurban-Verteilungen erreicht, Nahrungsmittelsoforthilfe für mehr als eineinhalb Millionen Menschen geleistet, darunter rund 680.000 syrische Binnenvertriebene, die aus ihren Häusern fliehen mussten, Überlebenshilfe im Winter für fast eine Million Menschen, und im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 für fast 1,3 Millionen Menschen lebenswichtige Gesundheitsversorgung geleistet.

"Als Islamic Relief möchten wir uns bei unseren Helferinnen und Helfern vor Ort bedanken. Und bei unseren Spenderinnen und Spendern sowie Partnerorganisationen. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam an der Seite der Menschen in Syrien stehen. Denn sie haben ein Recht auf echte Chancen und auf eine bessere Zukunft", sagt Nuri Köseli.

"Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Menschen nicht an behandelbaren Krankheiten sterben müssen. Wir können der nächsten Generation Syriens Bildung ermöglichen. Und wir können die mutigen Menschen in Syrien in ihrem Streben nach einer besseren Zukunft unterstützen. Bitte stehen Sie mit uns weiterhin an der Seite der Menschen in Syrien."

Fakten und Hintergrundinformationen zur Lage in Syrien:


- 6,9 Millionen Menschen sind immer noch innerhalb Syriens vertrieben
- Schätzungsweise 6,6 Millionen Menschen - 97 % davon sind Kinder - benötigen Unterstützung im Bildungsbereich.
- Insgesamt 2,4 Millionen Kinder in Syrien besuchen keine Schule und die weiteren Kinder haben große Schwierigkeiten, Zugang zu einer sicheren Bildung zu erhalten.
- Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist aus ihren Häusern geflohen, viele davon werden wiederholt vertrieben.
- Vielen Menschen fehlt der Zugang zu den grundlegendsten Ressourcen und Dienstleistungen, darunter Lebensmittel, sauberes Wasser und einfache Gesundheitsversorgung.
- Steigende Lebensmittelkosten haben Millionen von Syrerinnen und Syrern in eine chronische Ernährungsunsicherheit gedrängt, weil sie nicht wissen, woher sie ihre nächste Mahlzeit für ihre Kinder bekommen.
- Mindestens 50 % der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sind arbeitslos, während viele derjenigen, die Arbeit finden können, Schwierigkeiten haben, einen ausreichenden Lebensunterhalt zu verdienen, um ihre Familien zu ernähren.

Pressekontakt:

Sara Ahmed Martinez, Pressereferentin
Telefon: 0221 200 499-2279
E-Mail: presse@islamicrelief.de


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