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Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH

In Berlin eröffnete eine der modernsten medizinischen Einrichtungen für Alters- und Palliativmedizin in Deutschland - über einem ehemaligen Weltkriegsbunker / Auch ein Therapiehund ist mit an Bord

In Berlin eröffnete eine der modernsten medizinischen Einrichtungen für Alters- und Palliativmedizin in Deutschland - über einem ehemaligen Weltkriegsbunker / Auch ein Therapiehund ist mit an Bord / Patientin Gerda Neumann (86) mit Chefarzt Dr. Eric Hilf (54), Stationsleitung Birgit Skudler (44) und Therapiehund Lewis Oskar (3). Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/134486 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH/Kai Abresch" In Berlin eröffnete eine der modernsten medizinischen Einrichtungen für Alters- und Palliativmedizin in Deutschland - über einem ehemaligen Weltkriegsbunker / Auch ein Therapiehund ist mit an Bord / Patientin Gerda Neumann (86) mit Chefarzt Dr. Eric Hilf (54), Stationsleitung Birgit Skudler (44) und Therapiehund Lewis Oskar (3). Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/134486 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Sana Kliniken Berlin-Brandenburg GmbH/Kai Abresch"

Berlin (ots) - 800 Tonnen Stahl (so schwer wie eine Million Hüftendoprothesen á 800 Gramm) verbauten die Arbeiter*innen auf dem Gebäudekomplex des Sana Klinikums in Berlin-Lichtenberg. 600 m Kleinbohrpfähle (dies ergäbe eine Reihe von 845 aneinander gelegte Stethoskope) wurden in das Erdreich gerammt und mehr als 600 Betonmischer (so schwer wie 4.838 Rollatoren) ergossen ihren Inhalt in die Baustelle, an der Mitarbeiter von 65 Firmen beteiligt waren.

Die Elektriker verlegten 60 km Datenleitung, die durch den längsten Tunnel der Welt (Gotthard-Basistunnel) noch weitere 2,9 km ins Freie führen würden. Auch 8,5 km Systemkabel Schwachstrom, welche am Stück die Spitze des dritthöchsten Berges der Erde (Kangchendzönga) im Himalaya-Gebirge berührten, sowie 2,6 km Lichtwellenleiter und 1.000 Meter Sicherheitskabel wurden eingesetzt.

Rund 10.000 Quadratmeter Grundfläche verteilen sich auf fünf Etagen. 22,5 Mio. Euro kommen aus Eigenmitteln, der Rest vom Land Berlin (34,5 Mio. Euro Gesamtkosten). Der Neubau mit einem zentral, barrierefrei und offen angelegten Therapiebereich beherbergt eine Palliativstation mit zehn Betten (davon acht Einzelzimmer inkl. Unterbringungsmöglichkeit für Angehörige und ein Doppelzimmer) und zwei neue geriatrische Stationen mit 76 Betten sowie 25 tagesklinische Plätze im Erdgeschoss.

"Wir freuen uns, dass wir unsere ältesten und schwer kranken Patienten nun unter besten Bedingungen behandeln können", so Regionalgeschäftsführer Dr. Christian von Klitzing in Anwesenheit von Minister a.D. Prof. Josef Hecken (Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses).

In der geriatrischen Tagesklinik - mitten im Kiez neben einer Schule - wird die individuelle Behandlung von Patienten höheren Alters nach einer erfolgreichen stationären Behandlung fortgeführt. 378.294 von 3.748.148 Einwohnern in Berlin sind (Stand 31.12.2018) 75 Jahre und älter, im Bezirk Lichtenberg sind 56.772 Menschen 65 Jahre und älter.

"Da gerade die Autonomie und Selbständigkeit erhalten, gefördert und gesichert werden soll, ist ein im Zentrum der Station gelegener Therapiebereich der Schlüssel zum Erfolg. Die Therapie rückt näher an den Patienten und steht im Mittelpunkt", ergänzte Dr. Eric Hilf, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin Geriatrie.

Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, betonte die Bedeutung der Geriatrie für das medizinische Angebot des Landes: "Der geriatrischen Versorgung kommt wegen der demografischen Entwicklung ein immer höherer Stellenwert zu. Als Senat haben wir dies frühzeitig erkannt. Mit hohem Engagement widmen wir uns der Aufstockung der Ausbildungszahlen von Fachkräften im Gesundheitswesen. Mit dem Neubau am Sana Klinikum Lichtenberg ist die größte Geriatrie Ostberlins erweitert worden, um die Versorgung der ältesten Patienten der Stadt weiter zu verbessern. Wir bedanken uns bei den Mitarbeiter*innen, die hier täglich ihr Bestes geben."

Eine Übungsküche und ein Übungsbad sichern die Kompetenz im eigenen Alltag. Auch beim Leit- und Orientierungssystem gehen die Sana Kliniken Berlin-Brandenburg neue Wege. "Gerade bei der Orientierung und Ausgestaltung der Station haben wir sehr viel Engagement und Liebe reingesteckt. So wurde jedes einzelne Patientenbett individuell mit speziellen Bild- und Leitmotiven gestaltet", informierte Direktorin Jean Franke. "So wie jeder Patient von uns individuell behandelt wird. Ein schlichtes weißes Krankenhaustandardbett gehört nun der Vergangenheit an."

Zudem geht mit der Eröffnung des Neubaus die Protective Care Unit an den Start. Hier werden besonders für Patienten mit demenziellen Erkrankungen durch einen speziell strukturierten Bereich moderne Krankenhausleistungen angeboten. Dadurch können Patienten behandelt werden, bei denen eine sonstige Krankenhausbehandlung bislang erschwert bis unmöglich wäre.

Rund 100 Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter und Physiotherapeuten (w/m/d) sind an Bord, um die Patienten zu pflegen und zu betreuen. Es wurden 66 neue Vollzeitstellen geschaffen. Ab sofort verfügt das Sana Klinikum Lichtenberg insgesamt über 661 Betten - das sind mehr, als das 1914 - zwei Monate nach dem Beginn des ersten Weltkrieges - eröffnete Oskar-Ziethen-Krankenhaus je hatte.

Die Bauzeit beinhaltete einige Besonderheiten. So musste das ursprünglich denkmalgeschützte Haus L, in dem die Speisenversorgung untergebracht war, abgerissen werden. Bei Kernbohrungen kam die über zwei Meter starke Stahlbetonplatte eines unter dem Neubau liegenden Weltkriegsbunkers zum Vorschein. Zwischen Oktober 1939 und Frühjahr 1940 entstanden (in den Kellern der Frauenklinik und des Hauptgebäudes) Schutzbunker zur Aufnahme von Kranken und Personal mit allen notwendigen Einrichtungen zur Durchführung von dringenden Operationen. Im August 1943 setzte die 'Bunkermedizin' ein, die medizinische Betreuung von Schwerkranken und von Entbindungen im Operationsbunker. Nun dient der ehemalige Weltkriegsbunker als Sanitär- und Umkleideraum.

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André Puchta
Regionalleiter Unternehmenskommunikation
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Tel.: +49 30 5518-2020
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